Axel Schmidt als Stürmerstar bei Bayer Uerdingen

Die Coronasituation hat er mit seinem Sportgeschäft wirtschaftlich gemeistert und gesundheitlich konnte ihm das Virus bislang auch noch nichts anhaben. Die Zukunft scheint trotz allgemein widriger Umstände für Axel Schmidt und seinen Intersport-Laden in der Bad Honnefer Hauptstraße gut auszusehen – trotz Internetkonkurrenz.

Das hat aber nicht nur mit dem Warenangebot zu tun, sondern auch mit seiner Persönlichkeit und dem tollen Team. Bei Intersport Axel Schmidt geht es nämlich neben dem Verkauf um einen erstklassigen Service und Kundenfreundlichkeit.

Der frühere Fußball-Profi betreibt sein Business seit 1986 in Bad Honnef. Damals übernahm er das Sportfachgeschäft von Sport Schmitter an der Hauptstraße/Ecke Linzer Straße und führte es zunächst unter dem Namen Sport-Treff. 1994 ging er dann eine Partnerschaft mit Intersport ein und zog 1998 in das ehemalige Modehaus Pohl.

Axel im Trikot der Meidericher Zebras

Doch: Wie kommt einer wie Axel Schmidt überhaupt nach Bad Honnef?

Seine Fußballkarriere begann in der Jugend von TuS Singhofen, mit 14 Jahren wurde er Mitglied bei TuS Koblenz und spielte bereits mit 17 Jahren in der Amateuroberliga Südwest, seinerzeit dritthöchste Liga im deutschen Fußball. Danach folgte er dem Ruf des FV Bad Honnef in die Badestadt.

Der HFV spielte damals in der Oberliga Nordrhein und Axel schoss gleich in der ersten Saison 20 Tore. Was dem damaligen Startrainer Karl-Heinz Feldkamp nicht verborgen blieb. „Kalli“ trainierte den Bundesligisten Bayer Uerdingen mit den Funkel-Brüdern, Matthias Herget und Wolfgang Schäfer und machte Axel einen Wechsel schmackhaft.

Aber nicht nur Uerdingen wollte den Honnefer Torjäger, auch Schalke war hinter ihm her. Und warum entschied er sich nicht für die Königsblauen? Das lag an seinem Freund Horst Feilzer, der 1983 mit Bayer 05 den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga schaffte und beim 3:1 im Relegationsspiel gegen Schalke 04 zwei Treffer erzielte. „Feile“ überzeugte den HFV-Bomber, nach Uerdingen zu wechseln.

Mit Kalli Feldkamp und den damaligen Uerdinger Stars

Dort verabschiedete sich Axel Schmidt 1985 mit dem Pokalsieg und heuerte beim MSV Duisburg an, wo er ebenfalls zu den besten Torschützen zählte. Eine Verletzung zwang ihn dann dazu, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen.

An seinem beruflichen Werdegang hatten in der Folgezeit die früheren HFV-Sponsoren und -Mäzene Fritz Jass und Willi Meusch keinen unerheblichen Anteil. Ihnen habe er viel zu verdanken, sagt Axel Schmidt und ein wenig kann man in seinen Augen grün-weiße Historie aufblitzen sehen. Heute ist er mit dem Verein immer noch eng verbunden. Er tritt als Sponsor auf, kleidet die Teams ein und steht dem HFV nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite.

Eine wichtige Rolle im Unternehmen „Intersport Axel Schmidt“ spielt Ehefrau Carmen. An drei Tagen ist sie selbst vor Ort und kümmert sich vor allem leidenschaftlich um das Merchandising, zu Hause erledigt sie dann administrative Aufgaben.

Früher war Carmen Leistungsturnerin. Außerdem lief sie erfolgreich beim Berlin-Marathon und absolvierte verschiedene Halb-Marathons. Bis heute kommt sie nicht ohne Sport aus. Dreimal in der Woche schnürt sie die Laufschuhe und dreht ihre Runden. Außerdem schafft sie noch spielend einen Kopfstand. Wer es nicht glaubt, sollte sich bei Intersport Axel Schmidt in der Bad Honnefer Hauptstraße 50 ein Foto zeigen lassen, das sie auf ihrem Handy hat.

Wie lange will Axel noch Unternehmer sein? Solange es Spaß macht und die Kundinnen und Kundinnen bei ihm kaufen wollen. Wie entspannt er sich in der Freizeit? „Am liebsten bin ich im Wald, das ist mein Refugium“. Ansonsten liebt er alle Ballspielarten. – Einen Freizeitwunsch hat er noch: „Einen Jagdschein würde ich gerne machen.“

Wenn der Wunsch noch Zeit hat, bis er die Ladentür für immer schließt, dann dürften bis dahin noch ein paar Jahre vergehen.